|
Funktionsweise des elektrischen Weidezauns: Kommt ein Tier mit dem elektrischen Leiter (Band, Litze oder Seil) in Berührung, so schließt sich der Stromkreis und das Tier erhält einen Stromschlag. Dieser ist zwar für das Tier vollkommen ungefährlich, bezweckt aber, daß das Tier dem Elektrozaun in Zukunft mit Respekt begegnet.
Der Elektrozaun: immer so stark wie sein schwächstes Glied
(A) Weidezaungerät Das Weidezaungerät sendet regelmäßige Stromstöße aus und ist somit das "Herz" des elektrischen Weidezaunsystems. Entscheidend für die Auswahl des richtigen Geräts ist unter anderem die Höhe der Spannung bei Widerstand. Dabei wird im allgemeinen von einem Widerstand von 500 Ohm ausgegangen, da dies in etwa dem Widerstand entspricht, der am Zaun bei der Berührung durch ein Tier vorliegt. Zu beachten ist hierbei, daß diese Spannung nach den VDE-Vorschriften nicht unter 2.000 Volt liegen darf, da ansonsten die Funktion des elektrischen Weidezauns eingeschränkt wird. Die neuen Netz- und Akku-Geräte von EURO-GUARD haben deshalb unter anderem ein optisches und akustisches Warnsignal eingebaut, das bereits bei einem Unterschreiten der Spannung von unter 2.500 Volt aktiv wird und so eine optimale Hütesicherheit gewährleistet. Die ebenfalls oft angegebene Leerlaufspannung besitzt dagegen nur eine geringe Aussagekraft. Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt bei der Auswahl des Geräts ist die sogenannte Impulsenergie, die im Gegensatz zur Ladeenergie (Energie im Gerät) die tatsächliche Ausgangsleistung angibt. Netz-, Akku- oder Batterie-Gerät? Sollte sich eine Steckdose in der Nähe ist, sollte man sich stets für ein Netzgerät entscheiden, da durch die damit verbundene sichere Stromversorgung eine optimale Hütesicherheit erreicht wird. Ohne Netzanschluß gilt: Bei längeren Zäunen und schwer zu hütenden bzw. abzuwehrenden Tieren (z.B. Wildschweine) wird ein Akku- bzw. Solargerät empfohlen. Bei kürzeren Zaunanlagen und leicht zu hütenden Tieren wie Pferden können dagegen auch ohne Probleme Batteriegeräte eingesetzt werden.
(B) Elektrische Leiter Die elektrischen Leiter (Niro- bzw. verzinnte Kupferleiter) transportieren Strom, wobei sie in unterschiedlichen Aufmachungen angeboten werden. Unabhängig von den spezifischen Vorteilen der verschiedenen Möglichkeiten Band, Litze oder Elektroseil kommt dabei der elektrischen Leitfähigkeit eine entscheidende Bedeutung zu. In diesem Zusammenhang möchten wie Sie auf unsere neu STAR-LINE von EURO-GUARD verweisen, bei der durch den Einsatz verzinnter Kupferleiter eine bis zu 40 mal höhere Leitfähigkeit als bei herkömmlichen Leitern erreicht wird.
(C) Isolatoren Oft ist die schlechte Isolierung die Ursache für das mangelhafte Funktionieren eines Elektrozauns. Alte bzw. defekte Isolatoren ermöglichen das Ableiten des Stroms über die Pfähle in den Boden - Verluste, die auch das stärkste Weidezaungerät nicht kompensieren kann. Deshalb empfiehlt es sich, die Isolatoren in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu ersetzen.
(D) Erdung Ein sehr wichtiger Punkt, der in der Praxis oft sträflich vernachlässigt wird. Berührt das Tier den elektrischen Leiter, so wird der Stromkreis geschlossen - allerdings nur, wenn der Strom, der über das Tier in den Boden fließt, über Erdungspfähle wieder zum Gerät zurückgelangen kann. Zu beachten ist dabei, daß für unterschiedliche Geräte auch eine spezielle Erdung notwendig ist. Für Netz- und Akku-Geräte werden zum Beispiel zwei bis drei Erdungspfähle benötigt. Außerdem spielt die Bodenbeschaffenheit eine wesentliche Rolle bei der Auswahl der richtigen Art und Anzahl von Erdungspfählen. So weist ein trockener Boden einen höheren Widerstand auf als ein feuchter und verlangt eine dementsprechend stärkere Erdung.
|
|